Agentenprotokolle, Skills und Kontextinfrastruktur
MCP Resources
Über MCP zugängliche Informationsressourcen.
MCP Resources sind Informationsquellen, die ein Server zum Lesen bereitstellt: Dateiinhalte, Datensätze, Antworten einer Schnittstelle. Sie liefern Kontext, ohne etwas auszulösen, und unterscheiden sich darin von den Werkzeugen. Model Context Protocol: Architecture
Lesen statt ausführen
Die Trennung ist nützlich, weil sie zwei Arten von Zugriff auseinanderhält. Eine Informationsquelle hat keine Nebenwirkung: Sie kann gelesen werden, ohne dass sich im angebundenen System etwas ändert. Ein Werkzeug kann dagegen etwas tun.
Aufgerufen werden Ressourcen über ihre Adresse, und wie bei den Werkzeugen gibt es eine Abfrage der verfügbaren Einträge. Auch hier gilt: Inhalte aus nicht vertrauenswürdigen Quellen sind nicht vertrauenswürdig. Model Context Protocol: Tools
So kannst du dir das vorstellen
Ein Aktenschrank, aus dem gelesen werden darf, im Unterschied zum Formular, das einen Vorgang auslöst. Beides steht im selben Büro, die Folgen sind verschieden. Das Bild erklärt die Trennung, nicht die Zugriffsrechte.
Was es in der Praxis bedeutet
Für den Aufbau eigener Server lohnt sich diese Trennung als Entwurfsregel: Was nur Auskunft gibt, gehört zu den Informationsquellen; was etwas verändert, in ein Werkzeug mit ausdrücklicher Freigabe.
Für die Anwendung ist wichtig, dass eingelesene Inhalte Platz im Kontextfenster belegen und Anweisungen enthalten können, die nicht von dir stammen. Sie gehören als Daten behandelt, nicht als Befehle.
Wo es verwechselt wird
Ressourcen sind keine Werkzeuge mit anderem Namen: Werkzeuge werden ausgeführt, Ressourcen gelesen. Und nicht jeder Server bietet beides an.
Verwandte Begriffe
MCP Tools, MCP Server, MCP Prompts, Context Window, Prompt Injection.