← Zum Glossar

Agentenprotokolle, Skills und Kontextinfrastruktur

MCP Host

Anwendung, die MCP-Verbindungen beziehungsweise Clients verwaltet.

Der MCP Host ist die KI-Anwendung, in der gearbeitet wird und die die Verbindungen zu den angebundenen Servern verwaltet. Für jeden Server erzeugt sie einen eigenen Client, der die Verbindung hält. Model Context Protocol: Architecture

Die Stelle, an der die Kontrolle sitzt

Der Host entscheidet, welche Server überhaupt verbunden werden, welche ihrer Werkzeuge dem Modell angeboten werden und was bei einem Aufruf passiert. Damit liegt bei ihm auch die Verantwortung für Zustimmung und Anzeige.

Die Spezifikation formuliert das als Erwartung an die Anwendung: Es soll ersichtlich sein, welche Werkzeuge bereitstehen, Aufrufe sollen sichtbar sein, und für heikle Vorgänge soll eine Bestätigung eingeholt werden. Ein Mensch soll Aufrufe ablehnen können. Model Context Protocol: Tools

So kannst du dir das vorstellen

Der Host ist die Telefonanlage im Haus. Sie stellt Verbindungen her, entscheidet, welche Nummern erlaubt sind, und protokolliert die Gespräche. Das Bild erklärt die Vermittlungsrolle, nicht die Inhalte der Gespräche.

Was es in der Praxis bedeutet

Wenn du bewerten willst, wie sicher eine Anbindung ist, sieh dir den Host an: Zeigt er die Argumente eines Aufrufs vor der Ausführung? Lässt sich ein Server auf lesende Werkzeuge beschränken? Werden Aufrufe protokolliert?

Für den Betrieb im Unternehmen ist er außerdem die Stelle, an der sich eine Liste erlaubter Server durchsetzen lässt. Ohne diese Kontrolle entscheidet jede Einzelperson, welche fremde Software Zugriff auf ihre Arbeitsumgebung bekommt.

Wo es verwechselt wird

Der Host ist nicht der Server, sondern die Anwendung, die ihn benutzt. Und er ist nicht der Client: Den erzeugt er je Verbindung.

Verwandte Begriffe

Model Context Protocol, MCP Client, MCP Server, MCP Gateway, Human-in-the-Loop.

Quellen