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term: "Lost in the Middle"
slug: "lost-in-the-middle"
glossar_id: "G220"
variants: []
category: "kontextfenster-kontextmanagement-und-kontextprobleme"
marker: ""
short: "Schwächere Nutzung relevanter Informationen in der Mitte langer Kontexte."
sources:
  - label: "Liu et al.: Lost in the Middle"
    url: "https://arxiv.org/abs/2307.03172"
  - label: "Chroma: Context Rot"
    url: "https://www.trychroma.com/research/context-rot"
status: "entwurf"
updated: "2026-09-21"
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Lost in the Middle bezeichnet den in einer Forschungsarbeit von Liu und Mitautoren beschriebenen Effekt, dass relevante Informationen in der Mitte langer Eingaben schlechter genutzt werden können als am Anfang oder Ende. [Liu et al.: Lost in the Middle](https://arxiv.org/abs/2307.03172) Die Aussage bezieht sich auf untersuchte Modelle und Aufgaben, nicht auf ein ausnahmsloses Gesetz aller Sprachmodelle.

## Die Position beeinflusst das Ergebnis

Die Arbeit untersucht Fragen über mehrere Dokumente und das Wiederfinden von Werten zu vorgegebenen Schlüsseln. [Liu et al.: Lost in the Middle](https://arxiv.org/abs/2307.03172) Dabei wird verändert, an welcher Stelle die relevante Information im Eingabekontext steht. [Liu et al.: Lost in the Middle](https://arxiv.org/abs/2307.03172)

In den Versuchen ist die Leistung häufig besser, wenn die benötigte Angabe am Anfang oder Ende vorkommt, und schlechter bei einer Position in der Mitte. [Liu et al.: Lost in the Middle](https://arxiv.org/abs/2307.03172) Auch ausdrücklich für lange Kontexte ausgelegte Modelle zeigen solche Schwierigkeiten. [Liu et al.: Lost in the Middle](https://arxiv.org/abs/2307.03172)

Die Information muss dafür nicht aus der Eingabe entfernt worden sein. Entscheidend ist ihre unterschiedliche Nutzung abhängig von der Platzierung. [Liu et al.: Lost in the Middle](https://arxiv.org/abs/2307.03172)

## So kannst du dir das vorstellen

Für einen hypothetischen Test hast du eine Sammlung von Unterlagen mit genau einer maßgeblichen Ausnahmeregel. Du stellst dieselbe Frage mehrfach und verschiebst nur die Position dieser Regel innerhalb des Materials.

Wenn die Antwort bei mittlerer Platzierung häufiger falsch ist, während Anfang und Ende besser funktionieren, entspräche dies dem beschriebenen Muster. Das wäre eine mögliche Testanordnung, kein hier durchgeführter Modellvergleich.

## Kein pauschales Rezept für jede Aufgabe

Nicht jede Langkontextuntersuchung findet denselben Positionseffekt. Chroma berichtet für eine seiner konkreten Wiederfindeaufgaben keine auffällige Positionsvariation, untersucht aber andere längenabhängige Probleme. [Chroma: Context Rot](https://www.trychroma.com/research/context-rot)

Wichtige Anweisungen sinnvoll zu platzieren kann deshalb Teil der Gestaltung sein, ersetzt jedoch keine Prüfung am konkreten Ablauf. Ich würde auch testen, ob mehrere miteinander verknüpfte Angaben zuverlässig verarbeitet werden, statt nur einen einzigen Satz an eine günstige Stelle zu verschieben.

## Verwandte Begriffe

**Long Context**, **Effective Context**, **Context Rot**, **Context Loss**, **Context Engineering**.
