Sicherheit, Missbrauch und Governance
Data Retention
Heißt auch Aufbewahrungsdauer.
Regeln dazu, welche Eingaben, Ausgaben, Logs oder Anwendungszustände wie lange gespeichert werden.
Data Retention beschreibt, welche Daten wie lange aufbewahrt werden: Eingaben, Ausgaben, Protokolle, Zwischenstände, Dateianhänge. Anbieter regeln das je Dienst unterschiedlich und machen dabei Unterschiede zwischen Inhalten und Metadaten. Anthropic: API and data retention
Mehrere Speicherorte, mehrere Fristen
Zu klären sind mindestens drei Ebenen: was beim Anbieter gespeichert wird, was in der eigenen Anwendung anfällt, und was in Protokollen der beteiligten Systeme landet. Die dritte Ebene wird regelmäßig übersehen, obwohl dort oft vollständige Prompts stehen.
Für die Risikobewertung gehören diese Angaben zur Dokumentation eines Anwendungsfalls, zusammen mit dem Verarbeitungsort und den Zugriffsrechten. NIST: AI Risk Management Framework
So kannst du dir das vorstellen
Die Aufbewahrungsfristen im Aktenplan. Sie sagen, was wie lange im Schrank bleibt, und sie gelten nicht nur für die Hauptakte, sondern auch für Kopien, Notizen und den Posteingang. Das Bild erklärt die Vollständigkeit der Frage.
Was es in der Praxis bedeutet
Für den eigenen Betrieb heißt das: Protokolle bewusst gestalten. Vollständige Prompts und Antworten mitzuschreiben ist nützlich für die Fehlersuche und heikel für den Datenschutz. Üblich ist ein Mittelweg mit gekürzten Protokollen, kurzen Fristen und engem Zugriff.
Für Verträge gilt: Aufbewahrung, Verarbeitungsort und die Frage, ob Daten für Training verwendet werden, sind drei getrennte Zusagen. Wer nur nach einer fragt, hat die anderen nicht geklärt.
Wo es verwechselt wird
Kurze Aufbewahrung ist nicht gleich keine Aufbewahrung, und keine Nutzung für Training bedeutet nicht, dass nichts gespeichert wird. Beides wird regelmäßig gleichgesetzt und ist es nicht.
Verwandte Begriffe
Zero Data Retention, No-Training Policy, Data Residency, Abuse Monitoring, AI Governance.