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Betrieb, Observability und Produktbegriffe

AI Readiness

Organisatorische, technische und datenbezogene Einsatzbereitschaft.

AI Readiness beschreibt, ob eine Organisation überhaupt in der Lage ist, KI sinnvoll und verantwortbar einzusetzen. Gemeint sind vier Bereiche: Daten, Technik, Prozesse und Zuständigkeiten. Der Begriff stammt aus der Beratung, lässt sich aber an etablierten Rahmenwerken ausrichten. NIST

Die Daten sind selten das eigentliche Problem

Üblicherweise wird zuerst auf Datenqualität geschaut, und die ist oft schlechter als gedacht. Der häufigere Engpass ist aber organisatorisch: Es gibt niemanden, der zuständig ist, keine Regel, wer Ergebnisse freigibt, keinen Weg, wie ein Fehler gemeldet wird, und keine Klarheit darüber, welche Daten in welches System gegeben werden dürfen.

Dazu kommen Pflichten, die unabhängig von der Bereitschaft gelten und vorab geklärt sein wollen, etwa Dokumentations- und Transparenzanforderungen je nach Einsatzzweck. EU-KI-Verordnung

So kannst du dir das vorstellen

Eine Küche für den Restaurantbetrieb. Geräte und Zutaten sind das eine, Hygieneplan, Zuständigkeiten und Bestellwesen das andere. Ohne das zweite kocht niemand verlässlich für Gäste. Das Bild erklärt die Gewichtung, es beschreibt kein Prüfverfahren.

Was es in der Praxis konkret bedeutet

Vier Fragen bringen mehr als eine große Bestandsaufnahme: Wer entscheidet über Freigaben, welche Daten dürfen in welches System, wie wird Qualität gemessen, und wer betreut den Betrieb nach dem Projekt. Wenn diese vier beantwortet sind, ist der Rest Umsetzung. Wenn nicht, scheitert auch ein technisch gelungenes Projekt an der Übergabe.

Wo es verwechselt wird

Bereitschaft ist keine Frage der Werkzeuge. Eine Lizenz für alle Mitarbeiter schafft keine Bereitschaft. Und Reifegradmodelle aus der Beratung sind Orientierung, keine Messung.

Verwandte Begriffe

AI Governance, Total Cost of Ownership, Data Residency, Human-in-the-Loop, Evaluation, Horizontal AI.

Quellen